Etappe 16: Von Birzai nach Riga

Labvasar, heute bin ich sehr nass in Lettland eingefahren, denn eine Viertel Stunde nach meinem Aufbruch aus Birzai bin ich in einem ziemlich heftigen Gewitter geraten. Die paar Tage in Litauen waren sehr schön, nur waren die endlosen Kornfelder und die schnurgeraden Straßen auf Dauer doch etwas öde. Meine Unterkunft gestern Nacht war eigentlich sehr nett, mitten in einem Wohngebiet mit eigener Veranda... Lettland zeigt wiederum ein ganz anderes Bild. Hier scheint es noch dünner besiedelt zu sein, als in Litauen und hier bin ich heute fast ausschließlich durch einen nicht endenden Wald gefahren. Auch wurde es hier wieder deutlich hügeliger, aber ganz gut zu schaffen. Da die baltischen Staaten doch recht klein sind, bin ich nach knapp 100 km in Riga angekommen. Da ich schon mal hier war, weiß ich, dass es eine schöne Stadt ist. Dennoch werde ich mir hier morgen wieder alles ganz genau ansehen und erst am Dienstag weiterfahren. Was bleibt? Irgendwie nix, denn die Strecke war sehr ereignislos. Auf diesen 100 km bin ich nur durch vier Dörfer gefahren und dann kam Riga... Knapp eine Million Menschen leben hier, im übrigen Lettland dann noch weitere 900.000...die muss man dann wohl erst finden! :-)

3 Kommentare 9.8.15 19:51, kommentieren

Etappe 15: Von Panevėžys nach Birzai

Labas Vakaras,
der heutige Fahrtag war recht durchwachsen. Nach meinem Frühstück bin ich erst gegen halb zehn los, denn irgendwie war ich recht demotiviert.
Um die autobahnähnliche Straße, die von Panevėžys direkt nach Riga führt zu umfahren, musste ich einen großen Umweg fahren. Aber der war ganz schön, denn die ersten 40 km bin ich durch dichtes Waldgebiet geradelt und war dort nahezu alleine.
Danach hatte ich dann meine weitläufigen Korn- und Maisfelder wieder. Aber es wurde immer heißer und trotz Rückenwind war es heute eine Tortour...
Nach 70 km habe ich dann Birzai erreicht, ein kleines Städtchen mit Touristenbüro. Da ich im Netz gelesen habe, dass es hier einen Zeltplatz gibt, bin ich für das Abendessen einkaufen gegangen und habe das Büro gesucht. Als ich es dann gefunden habe, um zu fragen, wo der Campingplatz ist, war dort schon Feierabend. Die Leute auf der Straße gaben mich trotz Gestik und Verrenkungen nicht verstanden und am Ende gab es hier zwar mal einen, aber der hat schon lange zu. Aufgrund der Hitze wollte ich nicht weiterfahren und nun wohne ich bei Leuten, die Privatzimmer an Touristen vermieten.
Alles in allem kein sonderlich schöner Tag, denn diese Suche hat fast zwei Stunden gedauert.
Aber das Beste zum Schluss:
Seit Rewal, der Touri-Ort an der polnischen Ostseeküste, habe ich abends gesehen, dass eine kleine Spinne (ich mag die Biester ja eigentlich so gar nicht!!!) hinter meinen Bremshebel meines Lenkers verschanzt hatte. Einige Abende konnte ich dann beobachten, wie sie rauskam und ihr kleines Netz spann. Ab Danzig habe ich sie dann nicht mehr gesehen.
Gestern Abend aber war sie doch noch da und fing wieder an, ihr Netz zu spinnen... also habe ich schon seit Wochen eine Passagierin!!! :-)

8.8.15 18:46, kommentieren


Werbung