Etappe 14: Von Kaunas nach Panevėžys

Labas-
mein gestriger Tag in Kaunas war sehr schön, bin in einige Museen gewesen, in einer Burg und habe mich von einem Café in die nächste Bar geschleppt, denn es war furchtbar heiß.
Das Centrum von Kaunas ist ganz schön, sie haben dort eine drei kilometerlange Fußgängerzone und eine recht gut durchorganisierte Infrastruktur für Fahrradfahrer. Der Vorteil ist ja, wenn mit dem Rad in einer fremden Stadt ist, dann ist man sehr mobil!
Heute morgen bin ich um acht losgrfahren, wieder den Weg durch die Innenstadt, wo eine Armada an Straßenfeger und Gärtnerinnen alles aufhübschten.
Nur fand ich irgendwie nicht aus der Stadt raus, denn alle Ausfallstraßen, die ich mir rausgesucht habe, waren diese Autobahndinger, die ich ja nie wieder fahren will. Also wurschtelte ich mich durch die Vorstadtsiedlungen, wo sich, im Gegensatz zum Hochglanzcentrum, ein ganz anderes Bild zeigte. Aber auch das darf nun nicht despektierlich verstanden werden, denn Litauen ist wohl noch ein Land im Aufbruch!
Nach geschlagenen aneinhalb Stunden habe ich dann endlich die Stadt verlassen und bin gen Norden geradelt.
Die letzten zwei Wochen war ich zum größten Teil die Westwinde gewöhnt, nun kam er von Norden. Dennoch bin ich erstmal bis Kedainiai gefahren und von dort auf eine alte Straße in Richtung Panevėžys. Diese Straße musste ich nun 61 km folgen und die meiste Zeit bin ich durch endlose Kornfelder gefahren, die bis zum Horizont reichten. Ich war ziemlich erstaunt, denn so ewigweite Felder, wo nur mal vereinzelt ein Baum oder Dorf stand, habe ich noch nie gesehen..
Und weil hier alles so dünn besiedelt und flach (das gefällt mir natürlich sehr gut!) ist, konnte ich die Hochhäuser meines Tageszieles auch schon bereits aus 15 km Entfernung am Horizont sehen...unglaublich!
Nun bin ich hier in einem schlichten Hotel untergekommen und ich habe gerade auf meiner Karte gesehen, dass mein Litauenintermezzo bereits morgen wieder vorbei ist, denn ich bin nun nur noch 50 km von der lettischen Grenze entfernt.
Soweit? Nimmer!
Als ich in Kedainai, eine kleine Stadt ca 40 km hinter Kaunas eine Pause auf einem Parkplatz eines Supermarktes gemacht habe, sprachen mich zwei junge Männer an. Auf englisch (das ist hier nicht überall selbstverständlich) kamen wir ins plaudern und sie waren ganz aufgeregt wegen meiner Reise. Sie luden mich ein, die Nacht bei ihnen und ihrer Familie zu verbringen, aber ich Depp lehnte ab, weil ich ja weiter nach Panevėžys wollte...den ganzen Tag habe ich mich dann darüber geärgert, warum ich das Abenteuer nicht angenommen habe!

7.8.15 22:10

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